Blitztipps: So arbeiten Sie mit einem Blitzgerät

Wann benötigten Sie ein Blitzergerät?

Viele Fotografen arbeiten am liebsten mit dem vorhandenen Licht. Wenn jedoch die Lichtverhältnisse ungünstig sind, ist das nicht immer möglich. Will man beispielsweise bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gute Bilder machen, kommt man um den Einsatz eines Blitzgerätes meist nicht herum.

Leitzahl: Wie stark ist der Blitz?

Eine wichtige Kennzahl für ein Blitzgerät ist die Leitzahl. Sie ist ein Maß für die Leistungsfähigkeit des Blitzes. Je höher die Leitzahl, desto weiter reicht das Licht, das aus der Blitzröhre kommt. Manchmal deutet die Bezeichnung eines Blitzes schon die Leitzahl an: So hat das Speedlight 580EX von Canon eine Leitzahl von 58. Die Reichweite eines Elektronenblitzes hängt also direkt von dieser Leitzahl ab. Teilt man die Leitzahl durch die an der Kamera eingestellte Blende, erhält man die Reichweite in Metern. Hat der Blitz beispielsweise die Leitzahl 40 und an der Kamera wird die Blende f/4 eingestellt, reicht das Licht etwa 10m weit (40/4=10)

Viele Blitzgeräte arbeiten mit einer beweglichen Blitzröhre. Damit können sie den Leuchtkegel an die Brennweite des Objektives anpassen. Je länger die Brennweite des Objektives, desto enger ist der Bildwinkel. Wenn sich der Blitz dem Bildwinkel anpassen kann, steigt die Reichweite, weil das Licht gebündelter abgegeben werden kann. Die angegebene Leitzahl gilt daher meist für die längste Brennweite, auf die sich der Blitz einstellen kann. Bei Weitwinkelaufnahmen ist die Leitzahl dann wesentlich geringer.

Typenbezeichnung gitb Auskunft über Leitzahl des Blitzes © Bernd Kröger

Die Leitzahl eines Blitzes findet sich oft in der Typenbezeichnung wieder. © Bernd Kröger

Einbaublitz: Verwenden Sie ihn als Aufhellblitz

Die meisten Kameras verfügen über einen eingebauten Blitz, der durch Knopfdruck zugeschaltet werden kann. Die Lichtqualität dieser Blitze ist jedoch in aller Regel viel zu schlecht, als dass man mit Ihnen als Hauptlichtquelle arbeiten kann. Außerdem ist die Leitzahl meist so gering, dass er nur für 2-3 Meter reicht. Manchmal sieht man bei Sportübertragungen im Fernsehen, wie das ganze Stadion von einem Blitzlichtgewitter erhellt wird. Dabei sollte klar sein, dass das Licht gerade mal für zwei oder drei Sitzreihen ausreicht, jedoch auf keinen Fall bis zum Rasen.

Der Einbaublitz kann jedoch als Aufhellblitz gute Dienste leisten. Wenn man also im Freien bei Sonnenschein fotografiert, kann er helfen, die Schatten aufzuhellen. Aber auch hier gilt, dass die Reichweite nicht mehr als zwei oder drei Meter beträgt.

Eibaublitz als Aufhellblitz © Bernd Kröger

Bei Tageslicht sorgt der Blitz dafür, dass die Schatten aufgehellt werden. © Bernd Kröger

Aufsteckblitze: Ein Add-On für Ihre Kamera

Die meisten Kameras verfügen über einen Blitz- oder Zubehörschuh auf der Oberseite. Je nach Kameramodell sind hier ein bis fünf Kontakte untergebracht, die zur Kommunikation zwischen Blitzgerät und Kamera dienen. Der mittlere Kontakt überträgt bei den meisten Kameras nur die Information an den Blitz, auszulösen. Dabei wird dann die gesamte Energie im Kondensator für den Blitz abgerufen – eine Steuerung findet nicht statt. So kann man auch ganz einfache Blitzgeräte an hochwertigen Kameras verwenden. Stehen mehr Kontakte zur Verfügung, kann der Blitz von der Kamera gesteuert werden. Die Kamera teilt dann dem Blitzgerät mit, wie viel Licht er abgeben soll.

Auch wenn der Blitzschuh bei den meisten Kameras eine genormte Breite hat, halten sich nicht alle Hersteller daran. Sony hat an seinen Kameras einen Anschluss eingebaut, der etwa einen Millimeter schmaler ist als die Norm. Daher können Blitzgeräte von anderen Herstellern an Sony-Kameras nicht eingesetzt werden.

Zubehörschuh für Blitzgerät © Bernd Kröger

Auf der Oberseite der meisten Kameras befindet sich ein Zubehörschuh, der auch das Blitzgerät aufnehmen kann. © Bernd Kröger

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