Pressemitteilung
Tausende Fotos – und wo bleiben die Erinnerungen?
Fotografieren gehört heute zum Alltag – besonders für die Generation Z. Smartphones sind ständige Begleiter, Momente werden schnell und intuitiv festgehalten. Doch was passiert mit all diesen Bildern, nachdem der Auslöser gedrückt ist? Dieser Fragestellung widmet sich unsere aktuelle Marktforschung von CEWE.
Fotografieren gehört heute zum Alltag – besonders für die Generation Z. Smartphones sind ständige Begleiter, Momente werden schnell und intuitiv festgehalten: das Selfie mit Freund:innen, der Cappuccino im beliebten Café, oder ein gemeinsamer Moment auf Reisen. Das Smartphone wird so zum visuellen Tagebuch des Alltags und der Erlebnisse. Doch was passiert mit all diesen Bildern, nachdem der Auslöser gedrückt ist?
Eine aktuelle repräsentative Studie 2026 zeigt: Im Durchschnitt entstehen in Österreich 1.407 Smartphone‑Fotos pro Person und Jahr. Bei den 16‑ bis 29‑Jährigen sind es sogar 3.883 Fotos jährlich. Fotografieren ist damit Dauerzustand – Erinnerungen werden gesammelt, oft ohne innezuhalten.
Gleichzeitig zeigt sich eine deutliche Lücke zwischen Aufnahme und Nutzung. 43 % der Befragten sehen sich ihre Fotos später bewusst an, weitere 21 % zumindest einen Teil davon. Doch 33 % geben an, weniger als die Hälfte oder kaum Bilder jemals wieder anzusehen. Ein großer Teil fotografierter Momente bleibt ungesehen.
Beliebig ist diese Bilderflut jedoch nicht. Die Generation Z hält vor allem fest, was emotional zählt: Reisen (43 %), Natur und Landschaften (38 %), Familie (37 %) und Freund:innen (36 %). Fotografiert werden Beziehungen, Erlebnisse, Speisen und Getränke aber voll allem persönliche Höhepunkte – Bilder mit Bedeutung.
Warum Fotos so wichtig für uns sind, zeigt sich eindeutig: 58 % sehen Bilder erneut an, um schöne Erinnerungen wiederzubeleben, 31 %, um besondere Lebensphasen festzuhalten. Fotos sind damit mehr als Dateien – sie sind emotionale Anker. Vielleicht liegt die Zukunft der Fotografie nicht im nächsten Bild, sondern im bewussten Wiedersehen. Weniger scrollen, mehr erinnern. Denn Fotos entfalten ihre Kraft nicht im Moment der Aufnahme, sondern dann, wenn wir ihnen Bedeutung geben.
Key Facts – Fotografie & Gen Z
- Ø 3.900 Smartphone‑Fotos/Jahr (16–29 Jahre)
- 33 % sehen sich Fotos später kaum wieder an
- Top‑Motive: Reisen, Natur, Familie, Freund:innen, Speisen und Getränke
- Hauptgrund des erneuten Ansehens: Erinnerungen erleben
Quelle: Market Institut im Auftrag von CEWE, April 2026, N=1.000